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Call for PapersGesamtpolnische wissenschaftliche Konferenz „Das Jahr 1945 in Pommern …”

Die Zweigstelle des Instituts für Nationales Gedenken in Danzig sowie das Museum Stutthof in Sztutowo. Deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1939–1945) laden zur Teilnahme an der landesweiten wissenschaftlichen Konferenz „Das Jahr 1945 in Pommern. Das Ende der deutschen Besatzung und Bilder vom Beginn der pommerschen Nachkriegswirklichkeit: ein Blick aus der Perspektive von 80 Jahren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs” ein. Die Konferenz findet am 8. Mai 2025 statt, am 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa und der Befreiung der letzten Häftlinge des deutschen Konzentrationslagers Stutthof.
„Grafik zur Bewerbung der landesweiten wissenschaftlichen Konferenz mit dem Titel: ‚Das Jahr 1945 in Pommern. Das Ende der deutschen Besatzung und Bilder vom Beginn der pommerschen Nachkriegswirklichkeit: ein Blick aus der Perspektive von 80 Jahren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.‘ Im Hintergrund ist ein stilisiertes Foto einer zerstörten Stadt sowie das Profil eines Mannes zu sehen, der in Richtung der Ruinen blickt. Im unteren Teil befinden sich Informationen zu Ort und Termin der Veranstaltung: ‚Danzig, 8. Mai 2025‘ sowie zur Einreichungsfrist: ‚20. April 2025‘. Logos der Veranstalter: des Instituts für Nationales Gedenken, Zweigstelle Danzig, sowie des Museums Stutthof in Sztutowo, mit dem Zusatz ‚Deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1939–1945)‘.“
Der Zweite Weltkrieg, der mit der deutschen Aggression gegen Polen begann, war einer der tragischsten bewaffneten Konflikte in der gesamten Geschichte der Menschheit. Im Danziger Pommern nahm die deutsche Besatzung einen besonders brutalen Verlauf und dauerte etwas länger als in anderen von Deutschland besetzten Gebieten Polens. Sie endete erst mit dem Einmarsch der Roten Armee, der jedoch keine Freiheit brachte, sondern den Beginn der Errichtung einer neuen kommunistischen Herrschaft markierte. Das Ende des Krieges bedeutete auch enorme Bevölkerungsverschiebungen. An die Stelle der ausgesiedelten Deutschen kamen Polen. Unter ihnen waren sowohl Menschen, die in den neuen Gebieten eine Chance suchten, als auch jene, denen ihre Heimat in den polnischen Ostgebieten genommen worden war. Sie alle fanden sich in einer völlig neuen Wirklichkeit wieder.
Ziel der von der Zweigstelle des IPN in Danzig und dem Museum Stutthof in Sztutowo organisierten wissenschaftlichen Konferenz ist der Versuch, den bisherigen Forschungsstand zur grundlegenden Bedeutung des Jahres 1945 für Pommern zusammenzufassen sowie neue Erkenntnisse und Quellen vorzustellen, die den Moment des symbolischen Übergangs vom Zustand der Besatzung und des Krieges in einen Frieden dokumentieren, der den Beginn einer neuen kommunistischen Wirklichkeit bedeutete. Die Konferenz wird zugleich eine Gelegenheit zum wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Disziplinen bieten: der Geschichtswissenschaft, Medizin, Rechtswissenschaft, Psychologie und Soziologie.
Thematische Schwerpunkte:
– die letzten Etappen der deutschen Vernichtungspolitik gegenüber den Polen in Pommern,
– die konspirative Wirklichkeit angesichts des Kriegsendes und der Veränderungen des Jahres 1945,
– militärische Operationen der Deutschen und der Sowjets in Pommern im Jahr 1945,
– sowjetische Repressionen in Pommern im Jahr 1945,
– der Aufbau der Grundlagen des kommunistischen Regimes in Pommern im Jahr 1945,
– die sowjetische Militärverwaltung im Jahr 1945,
– die Sowjets gegenüber Industrie, Landwirtschaft und polnischem Eigentum,
– Verbrechen sowjetischer Soldaten in Pommern im Jahr 1945,
– der Unabhängigkeitsuntergrund in Pommern im Jahr 1945,
– die Spezifik pommerscher gesellschaftlicher Haltungen in der Nachkriegszeit,
– bevölkerungsbezogene, wirtschaftliche, statistische und rechtliche Aspekte der Veränderungen in Pommern,
– Deutsche in Pommern im Jahr 1945,
– der Wiederaufbau Pommerns nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs,
– deutsche, sowjetische und polnische Verwaltung im Jahr 1945: Fallstudien und Vergleiche,
– die erste Dokumentation von Spuren deutscher Verbrechen aus der Zeit der Besatzung,
– kommunistische Propagandatätigkeit im Jahr 1945,
– Gesellschaft, Kultur und Politik angesichts des „Wandels”,
– Pommern in Trauer: Beerdigungen und andere Formen des Gedenkens an die Opfer der deutschen Besatzung im Jahr 1945,
– Pommern im Vergleich zu anderen Gebieten Polens nach dem Ende der deutschen Besatzung,
– Verifizierung und Rehabilitierung der Bevölkerung in Pommern nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ort der Konferenz: Danzig
Konferenzsprache: Polnisch
Dauer der Vorträge: 20 Minuten. Den Referentinnen und Referenten stehen ein Laptop und ein Multimedia-Projektor zur Verfügung. Wir bitten darum, multimediale Präsentationen im Voraus einzusenden.
Frist für die Einreichung von Anmeldungen: 20. April 2025. Personen, die zur Teilnahme zugelassen werden, erhalten bis zum 25. April 2025 eine entsprechende Mitteilung.
Publikation: Die Beiträge werden in einem Band der Reihe „Danziger Pommern unter deutscher Besatzung 1939–1945” veröffentlicht.
Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, aus den eingereichten Vorschlägen eine Auswahl der Vorträge zu treffen. Ausgewählte Referentinnen und Referenten werden per E-Mail über die Annahme ihrer Beiträge informiert. Die Anmeldung zur Konferenz erfolgt über das beigefügte Formular.
Die Veranstalter erheben keine Konferenzgebühr. Sie stellen den Referentinnen und Referenten außerdem kostenlose Übernachtung, Verpflegung sowie die Erstattung der Reisekosten zur Verfügung. Mitarbeitende des IPN rechnen ihre Teilnahme an der Konferenz im Rahmen von Dienstreisen ab.
Anmeldungen und eventuelle Fragen richten Sie bitte an:
daniel.czerwinski@ipn.gov.pl
Anmeldeformular

