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Aktualności

Jahrestag des Todesmarsches der Häftlinge des KL Stutthof

Im Januar 1945, angesichts der herannahenden Front, beschlossen die deutschen Behörden des Konzentrationslagers Stutthof die Evakuierung der Häftlinge. Am 25. Januar 1945 setzten sich in den frühen Morgenstunden die ersten Kolonnen aus dem Stammlager in Bewegung. Insgesamt wurden nahezu 33.000 Häftlinge auf den Todesmarsch getrieben: 11.000 aus dem Hauptlager sowie 22.000 aus den Außenlagern. Für viele von ihnen war dies der Beginn eines dramatischen Weges, der mit dem Tod durch Erschöpfung, Hunger, Frost und die Brutalität der Wachmannschaften endete. Schätzungen zufolge verloren während der Evakuierung etwa 17.000 Menschen ihr Leben.

Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag – gemeinsames Erinnern

Im Jahr 2025 jährt sich dieses tragische Ereignis zum 80. Mal. Um der Opfer des Todesmarsches zu gedenken, fanden in den vergangenen Tagen an verschiedenen Orten in Pommern Gedenkveranstaltungen statt.

Am 24. Januar wurden in der Gemeinde Cedry Wielkie sowie in Grabiny-Zameczek Begegnungen und ein symbolisches Gedenken an den tragischen Winter 1945 organisiert. Vertreterinnen und Vertreter der staatlichen Behörden, der kommunalen Selbstverwaltung, der Museen sowie Einwohnerinnen und Einwohner legten zudem Blumen an den Gedenkorten für die Opfer des Todesmarsches nieder.

Am 25. Januar wurde in der Erzkathedrale von Oliwa in Danzig eine Heilige Messe für die Opfer des KL Stutthof gefeiert. Konzelebriert wurde sie von Erzbischof Tadeusz Wojda, dem Metropoliten von Danzig.

Erinnerung ist unsere Pflicht

Wie Piotr Tarnowski, Direktor des Museums Stutthof in Sztutowo, während der diesjährigen Gedenkveranstaltungen mehrfach betonte, sind die jährlichen Feierlichkeiten zum Jahrestag des Todesmarsches nicht nur eine Gelegenheit, den Opfern die Ehre zu erweisen. Sie erinnern uns auch daran, wie zerbrechlich die Grundlagen von Frieden und Freiheit sind. Da die Generation der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen immer kleiner wird, brauchen wir umso mehr Ereignisse, die Menschen in der Sorge um die Wahrheit und in der Achtung vor der Würde jedes Menschen zusammenführen.

Für die kommenden Tage sind weitere Gedenkveranstaltungen geplant:

28. Januar – eine Begegnung in der Mediathek in Straszyn, organisiert gemeinsam mit dem Kultur-, Kunst- und Bibliothekszentrum der Gemeinde Pruszcz Gdański, unter anderem mit einem Vortrag von Dr. Kordian Kuczma vom Museum Stutthof.

29. Januar – Gedenkfeierlichkeiten in Pruszcz Gdański mit der Eröffnung der Ausstellung „Stutthof marschiert! Die Evakuierung der Häftlinge des Konzentrationslagers Stutthof, 25.01.–12.03.1945”, die unter anderem von Agnieszka Kłys und Dr. Marcin Owsiński mitgestaltet wurde.